Schulpsychologische Beratungsstelle – Informationen für Eltern bei Ausgangsbeschränkung wegen COVID-19

Liebe Eltern,
wir sind alle in Sorge wegen durch die durch das Coronavirus hervorgerufene Krankheit COVID-19. Das tägliche Leben vieler Menschen hat sich seit Wochen geändert, Kinder und Jugendliche dürfen nicht die Schulen nicht mehr besuchen, und sollen sich zu Hause aufhalten. Wir wissen im Moment noch nicht, welche Maßnahmen in den kommenden Wochen noch getroffen werden. Diese Situation verunsichert viele Menschen. Deshalb haben wir hier einige hilfreiche Hinweise für Sie zusammengestellt.

Wie bleiben Schule, Eltern und Kinder in gutem Kontakt?

Informieren Sie sich über die schulischen Aufgaben Ihrer Kinder.
Nehmen Sie telefonisch oder über die sozialen Medien Kontakt auf zur Klassenlehrkraft, insbesondere dann, wenn Sie und Ihr Kind Hilfe benötigen, aber auch um den Kontakt aufrecht zu erhalten.

Wie können Sie zu Hause mit den Schularbeiten der Kinder umgehen?

Überlassen Sie den Kindern die Schularbeiten weitgehend selber, helfen Sie nur, wenn Ihr Kind alleine nicht mehr weiterkommt.
Machen Sie sich keine Sorgen, wenn es nicht klappt, den Schulstoff vollständig zu bearbeiten. Die Schule und Lehrkräfte wollen nicht, dass Sie wegen der schulischen Arbeiten zusätzlich in Stress oder
sogar in Streit mit den Kindern geraten!
Melden Sie der Schule einfach zurück, wenn es Probleme mit den häuslichen Aufgaben gibt. Die Klassenlehrkraft wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen und für Ihr Kind individuell weitere Möglichkeiten besprechen.

Was brauchen Kinder und Jugendliche jetzt ganz besonders?

In belastenden Situationen ist es für Kinder und Jugendliche hilfreich, wenn sich vertraute Personen viel Zeit für sie nehmen, ihre Sorgen und Gefühle ernst nehmen, gut zuhören und ansprechbar bleiben.
Unterstützen Sie Ihr Kind auch in schwierigen Situationen, bei Streit und Konflikten. Bleiben Sie ruhig, suchen Sie nach friedlichen Lösungsmöglichkeiten und versuchen Sie, auch Ihr Kind zu beruhigen.
Geben Sie Ihrem Kind das Gefühl, dass alles wieder gut wird und dass sie zusammen als Familie die schwierige Zeit gut durchstehen können.

Wie kann der Alltag zu Hause gut gestaltet werden?

Halten Sie Kontakte aufrecht über Telefon oder soziale Medien, auch Ihre Kinder sollten in Kontakt bleiben zu Schulkameraden und Freunden. Sorgen Sie für einen geregelten Tagesablauf mit festgelegten Zeiten. Routinen und Regeln geben Sicherheit und einen Rahmen für den ganzen Tag. Halten Sie Absprachen und Zusagen besonders gut ein.
Denken Sie an Pausen, gehen Sie raus, natürlich unter Beachtung des Infektionsschutzes. Spazierengehen, Radfahren und Ballspielen ohne Kontakt zu weiteren Personen sind erlaubt.
Geben Sie sich selber und Ihrem Kind Zeit für  Lieblingsbeschäftigungen, Entspannung und Hobbies. Dabei helfen Bücher, Hörspiele, Musik, Spiele, ausgewählte Medien.

Umgang mit Medien und Informationen

Suchen Sie Informationen zur aktuellen Lage in seriösen Quellen und seien Sie damit ein Vorbild für Ihr Kind. Schützen Sie Ihr Kind vor zu intensivem Konsum der Berichterstattung, Immer wieder mit bestimmten Bildern und Schilderungen konfontiert zu werden hilft nicht und kann verunsichern, auch Sie selbst.
Sprechen Sie mit Ihrem Kind altersgerecht über die aktuelle Situation, beantworten Sie Fragen ehrlich. Sagen Sie es offen, wenn Sie etwas nicht wissen. Sie können dann gemeinsam nach Antworten suchen.

Beratung

Wenn Sie Anliegen und Fragen haben, bitte rufen Sie uns einfach an:
Schulpsychologische Beratungsstelle
am Staatl. Schulamt in der Stadt Augsburg
Telefonische Beratung für Eltern und Schülerinnen und Schüler
täglich Montag – Freitag, 13.00 – 15.00 Uhr unter der Nummer 324-6916

Wir freuen uns auf Ihren Anruf.

gez.                                                         gez.
Ruth Hembacher-Seezer          Markus Wörle
Schulpsychologin,                         Schulamtsdirektor, 
Beratungsrektorin                       Fachlicher Leiter